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1.3. Was wäre ein geeignetes Problemverständnis und eine passende Begrifflichkeit?
Trotz dieser Bedenken - oder womöglich gerade wegen der benannten Aspekte
- wird der Begriff der Ausländerkriminalität heute nicht selten von Wissenschaft
und insbesondere von den Medien weiter verwendet.
Wer sich von den benannten Vorverständnissen lösen will, ist gehalten,
einen geeigneten theoretischen Erfassungsrahmen für die Kriminalität
von Menschen zu finden, die nicht in Deutschland geboren oder jedenfalls
nicht nach den hierzulande geltenden Regeln sozialisiert worden sind.
Es geht dabei nicht um das "Ausländersein", sondern um das "anders
Leben" und um diesbezügliche Lern- und Gewöhnungsprozesse
und die betreffenden Hindernisse. Heute spricht man von Integration
und von Integrationsproblemen.
Will man Distanz wahren zu den Voreingenommenheiten, die bereits im
Begriff der "Ausländerkriminalität" versteckt sind, dann müssen wir
am Begriff der Migration ansetzen.
mehr ›› Mit Blick auf die Gruppe der Aussiedler wird auch verdeutlicht, daß der
Begriff des Migranten keineswegs mit dem des Ausländers gleichbedeutend
ist, mögen auch häufig Überschneidungen gegeben sein.
Es geht um soziale Benachteiligungen und Risiken (dazu
auch unten 3.2.),
die bei Menschen anderer Nationalität und bei "Eingedeutschten" gleichermaßen
wirken.
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