|
2. Statistische Befunde
Vor dem Hintergrund der aufgezeigten Verständnisse wünscht man sich
Analysen und Interpretationen, die nicht so sehr auf einen fragwürdigen
Wettbewerb um Daten hinauslaufen, die sich in erster Linie mit Alarmmeldungen
statistischer Veränderungen auseinandersetzen. Wir alle wissen um die
Begrenztheit statistischer "Wahrheiten".
mehr ›› 2.1. Wie entwickelt sich die Kriminalität? Die Analyse von Kriminalitätsentwicklungen ist unter diesen Vorbehalten
vor allem auf die Befunde der jährlich erscheinenden Polizeilichen Kriminalstatistik
(PKS) angewiesen. Dabei handelt es sich freilich nur um Verdachts-Zahlen.
Es geht um Tatverdächtige[1], also um Vorwürfe, die sich im weiteren Prozeß der
Strafverfolgung durchaus als unbegründet erweisen können. Überdies können
wir hier nicht mit unserem Begriff der Migrantenkriminalität arbeiten
und argumentieren, weil dieser Ansatz in den Dateien (bisher) nicht wiederzufinden
ist. Aber immerhin haben die Zahlen den Vorteil, einen umfassenden Vergleichsmaßstab
auf bundes- und landesweiter Ebene zu bieten.
mehr ›› Für das Jahr 2002 registriert die PKS eine Gesamtzahl von
2.326.149 Tatverdächtigen, davon wurden 566.918 als sog. "Nichtdeutsche" geführt. Das sind 24, 4 % und damit fast ein Viertel aller Tatverdächtigen. PKS-Statistik
2002 - Tabelle 65 Statistische Erläuterungen
[1] Tatverdächtig ist jeder, der nach dem
polizeilichen Ermittlungsergebnis aufgrund zureichender tatsächlicher
Anhaltspunkte verdächtig ist, eine rechtswidrige Straftat begangen zu
haben. Definition der PKS 2002, S. 18.
|