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Ausländerkriminalität › BasisinformationenKubink

2.3  Um welche Delikte geht es vor allem? - Schwerpunkte bei der Gewaltkriminalität

Mit den vorstehenden statistischen Differenzierungen wurden bereits Bezüge zu Risikogruppierungen und zu deliktsspezifischen Aspekten hergestellt.

Untersucht man den Sektor der "Ausländerkriminalität", so dominieren unter dem Gesichtspunkt von öffentlicher Sicherheits-Besorgnis vor allem zwei Kriterien, von denen das eine personenbezogen ist und das andere ein bestimmtes Kriminalitätsfeld umreißt. Es geht um Fragen der Jugend- und der Gewaltkriminalität.

PKS-Statistik 2002 - Grafik 23a bis 23i

Statistische Erläuterungen

Aufschlußreicher sind freilich die Entwicklungen auf dem Sektor der Jugendkriminalität:

Wir wissen, daß die ausländische Bevölkerung einen höheren Anteil junger Menschen aufweist als die deutsche, was im Hinblick auf das Schlagwort der "Vergreisung der deutschen Bevölkerung" ja noch kein prinzipieller Makel ist.

Der Faktor "Jugend" ist aber durchaus janusköpfig. Uns ist aus der kriminologischen Forschung nämlich auch bekannt, daß Jugendliche und Heranwachsene regelmäßig kriminalrechtlich auffälliger sind als Erwachsene. Mit dem Attribut von mehr Jugend ist folglich eine höhere Kriminalitätsbelastung wie zugleich auch deren Erklärung - verstanden gleichsam als demographischer Entlastungsfaktor (siehe unten 3.1.) - vorgezeichnet.

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Gerade bei jungen Menschen dürften Verlockungen durch Konsumangebote und Werbung, die ihnen hierzulande materialistische Lebensstile aufzeigen, eine Rolle spielen. Gewalterfahrungen wiederum werden etwa bei Flüchtlingen aus dem ehemaligen Jugoslawien und deren Angehörigen einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.

Das Umschalten auf Zivilisation und der Verzicht auf Gewalt bedeutet oftmals eine erhebliche Umstellung (zu solchen anomie- und kulturkonflikttheoretischen Erklärungen, siehe unten 4.1. und 4.2.).

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