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3. Statistische und soziale Verzerrungsfaktoren - vieles ist nicht
vergleichbar!
Wie bereits einleitend angedeutet, kreiert "Ausländerkriminalität" auch
eine Streitarena, in der unterschiedliche Lager einander gegenüberstehen,
die sich wechselseitig vorwerfen, entweder als "Verharmloser" oder
aber als "Dramatisierer" zu fungieren.
Während die "Dramatisierer" auf die zuvor dargestellten Überbelastungen
der Ausländer auf dem Kriminalitätssektor abheben, verweisen andere bei
der Analyse der Kriminalität von Ausländern auf sog. Verzerrungsfaktoren,
die vieles von diesen Überbelastungen reduziert, würde man entsprechenden
Aspekten hinreichend Bedeutung zumessen.
Jedenfalls wird man schwerlich verdrängen können, dass nicht nur die
Kriminalität der hier lebenden Ausländer Besonderheiten aufweist, sondern
auch die zugrunde liegenden Bedingungen in sozialer, aber auch statistisch-methodischer
Hinsicht ihre Eigenarten beinhalten.
3.1. Unterschiedliche Bevölkerungsstruktur
Wie wir wissen, werden Straftaten - und vor allem Gewalttaten - überdurchschnittlich
häufig von jungen Menschen begangen (siehe oben 2.3.). Jugendliche
und Heranwachsende sind aber nicht nur gewaltbereiter, sie fallen auch
leichter auf.
Die Alterspyramide trägt ihren Namen bei der ausländischen
Bevölkerung noch zu Recht.
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