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3.2. Unterschiedlicher Sozial- und Bildungsstatus

Auch in dieser Hinsicht sind prägnante Unterschiede zu benennen, die als Entstehungsrahmen für Kriminalität nicht unbedeutend erscheinen.

Ging es zuvor mehr um Strukurverteilungen, so geht es hier um unmittelbare Integrationsfaktoren. Insbesondere ausländische Jugendliche sind überdurchschnittlich vom Zustand der relativen Armut betroffen, der in unserem Sozialsystem durch den Empfang von Sozialhilfe dokumentiert wird.

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Mögen auch keine "kausalen" Verbindungslinien vom Sozialstatus hin zur Kriminalität zu ziehen sein, so wird man doch sicher von Einflußfaktoren sprechen können, die kriminalrechtliche Auffälligkeiten zumindest begünstigen (siehe auch unten 4.2.).

Mansel führt dies zu der Schlußfolgerung, daß Ausländer und Deutsche bei vergleichbaren Sozialbedingungen eine ebeno vergleichbare Kriminalitätsbelastung aufweisen würden (siehe schon oben 2.5.).[1]

Umgekehrt wäre für Deutsche in entsprechender Lage mit einer proportionalen Steigerung der Kriminalität zu rechnen.[2]


[1] Mansel, Angst vor Gewalt. Eine Untersuchung zu jugendlichen Opfern und Tätern, 2001, S. 86. Siehe auch Geißler, oben 2.2.

[2] So schon Mansel, MschrKrim 1986, S. 302 ff. (314) und ders, KrimJ 1985, S. 169 ff. (172).

 
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