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4.4. Soziologische und sozialpsychologische Erklärungen
Bei der gesamten Diskussion geht es vor allem um Funktionalitäten und
Verwendbarkeiten dieser Ansätze geht.
Zu bedenken ist, daß beispielsweise Anomietheorie und Labeling-Modell
aus den gleichen Befunden unterschiedliche Schlußfolgerungen ziehen,
nämlich einmal, daß soziale Nachteile sich in Krimilitätsgefährdungen durch Ausländer transformieren,
während das Etikettierungsmodell hierin soziale
Gefahren für Ausländer erblickt.
Soziologisch und sozialpsychologisch kann man aus dieser Sicht nach
dem sozialen und politischen Nutzen des Diskurses über Ausländerkriminalität
fragen.
Diese Ideen sollen dem Leser in erster Linie als Anregungen für mögliche
Verständnisse des "sozialen Problems der Ausländerkriminalität" dienen.
4.4.1. Besitzstandsinteressen
Man könnte die These aufstellen, daß Ausländer umsomehr kriminalrechtlich
auffallen bzw. wahrgenommen werden, desto schärfer sie als ökonomische
Konkurrenz und Belastung empfunden werden.
mehr ›› 4.4.2. Suche nach Sündenböcken
Ausländerkriminalität läßt sich auch aus dem Blickwinkel psychoanalytisch
geprägter Sündenbocktheorien und Fremdheitshypothesen betrachten.
mehr ›› 4.4.3. Behördeninteressen
Neben Feindbildern, die für den Bestandsschutz der einheimischen Bevölkerung
und ihrer Werte "gut" sind, partizipieren auch andere
gesellschaftliche Institutionen vom Phänomen der "Ausländerkriminalität"
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