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Ausländerkriminalität in der statistischen Rekonstruktion
Die amtlichen Daten der PKS betreffen
nur das Hellfeld, also die Delikte, die der Polizei und den anderen Strafverfolgungsbehörden
bekannt geworden sind.
Uns interessieren wegen des vergleichenden Blicks auf die Tätergruppen - genauer:
polizeilichen Tatverdächtigen - die bekannt gewordenen Tatverdächtigen
(TV). Deren Zahl hängt von der Aufklärungsquote (AQ) ab.
Sie gibt den Prozentsatz an, zu dem den registrierten Taten zumindest
ein TV zugeordnet worden ist. Da bei der Ausländerkriminalität hauptsächlich
die Gruppe der jungen Männer interessiert, steht und fällt die Qualität
der PKS-Aussagen (und ebenso die der nachfolgenden Aussagen der Justizstatistiken)
mit der jeweiligen Aufklärungsquote, weil ja nur insoweit etwas zur Person
des "Täters" , seiner Staatsangehörigkeit und seinem Alter, ausgesagt
werden kann.
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Mit diesen Einschränkungen im Kopf seien einige zentrale Befunde
der PKS genannt.
Zunächst zeigt das Abbildung
1, dass die Kriminalität von Ausländern
ein Phänomen des Westens Deutschlands darstellt. Besonders deutlich wird
das, wenn man beispielsweise die Anteile in der Großstadt Hamburg mit
denen im agrarischen Flächenstaat Mecklenburg-Vorpommern vergleicht.
In einer Zeitreihe (1990 - 2000) werden die Anteile der ausländischen
TV mit denen an den Verurteilten (Strafverfolgungsstatistik) und denen
an der Gesamtbevölkerung verglichen (Abbildung
2). Es zeigt sich eine
höhere Kriminalitätsbelastung (wie übrigens auch bei den Deutschen),
jedoch keine irgendwie geartete Dramatik des Schlimmer-Werdens. Man erkennt,
wie sich die Asylneuregelung im Jahre 1993 beruhigend ausgewirkt hat.
In einem weiteren Abbildung
3 werden die Anteile nichtdeutscher TV an
ausgewählten Delikten wiedergegeben. Sie erreichen teilweise große Höhen,
etwa beim Totschlag fast 45 %. Zugleich aber sind diese Zahlen mit relativ
geringen Quantitäten verbunden (z.B. Mord: 6 Fälle).
Dennoch dürfen diese Zahlen nicht leicht genommen werden. Sie veranschaulichen,
dass gerade belastende Gewaltdelikte wie Raub und schwere sexuelle Nötigung
von Polizeibeamten, Staatsanwälten und Richtern häufig mit ausländischen
Beschuldigten assoziiert werden, wobei auch die mengenmäßige Belastung
ins Gewicht fällt.
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