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Dunkelfeld als Korrektiv
Aus dem Dunkelfeld wissen
wir einiges, jedoch gibt es in Deutschland bislang keine periodischen
Befragungen (der Haushalte). Deshalb können
kaum Aussagen zu Kriminalitätsentwicklungen im Dunkelfeld getroffen werden.
Es gibt überwiegend Momentaufnahmen, häufig aus der Befragung von Gruppen
junger Menschen gewonnen (Schüler, Studenten, Wehrpflichtige, Auszubildende).
Diese Befragungen bergen gewissen methodische Probleme, da juristische
Laien als Täter oder Opfer, mithin stets zugleich als persönlich Betroffene,
eine nachträgliche rechtliche Einordnung anhand eines noch von Forscher
zu Forscher variierenden Fragebogens vornehmen müssen.
Die Antworten sind aber, soweit bestimmte Standards eingehalten werden,
durchaus verwertbar, wobei sie eher geschönt werden, also nicht die volle
Wahrheit spiegeln (z.B. ein peinliches Verhalten in die frühere Vergangenheit
rückdatieren).
Insgesamt kann man nach den bisher vorliegenden Informationen davon
ausgehen, dass die Höherbelastung junger Ausländer aus Migrantenfamilien
kein Artefakt der PKS darstellt, da sie tendenziell in einer breit angelegten
Befragung des Kriminologischen
Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) bestätigt wurde.
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