IV. Häufigkeit von Hassverbrechen
Die schlechte Strafverfolgungs-Intensität und die
hohe Ausfilterungsquote der Beschuldigten im Kriminaljustizsystem
hat auch negative Rückwirkungen auf die Anzeigebereitschaft
der Opfer und damit auf die Höhe des Hellfeldes der bekanntgewordenen
Hassdelikte.
Ihre Anzeigequote wird in England mit 5 Prozent angegeben
(Bowling 1994, 2), während sich die durchschnittlichen Anzeigequoten
für alle Straftaten in Europa auf 48,7 Prozent und in England
sogar auf 58,7 Prozent belaufen (van Dijk/Mayhew 1993, 33).
Leichtere bis mittelschwere Hassverbrechen werden selten
angezeigt (Wallace 1998, 212).
mehr ›› Das Ausmaß der fremdenfeindlichen Straftaten in der Bundesrepublik
Deutschland wird auf etwa 80.000 Hassdelikte im Jahr
geschätzt (Hamm 1994a, 173).
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