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Jugendkriminalität › BasisinformationenMichael WalterKap. 4

Internationale Züge der Jugendkriminalität

Seit den 80er Jahren trägt die Jugendkriminalität zunehmend internationale Züge.
Vorgaben für die einzelnen Staaten wurden sowohl auf der Ebene der Vereinten Nationen als auch auf der Ebene des Europarats bereits geschaffen.

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In Europa ist die Frage einer fortdauernden eigenständigen Jugendgerichtsbarkeit weitestgehend geklärt. Wir erleben in Mittel- und Osteuropa sogar teilweise einen Neubeginn und Aufbau einer selbstständigen Jugendgerichtsbarkeit.

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In Deutschland lässt sich außerdem , wie bereits erwähnt, mit der sog.. "Magdeburger Initiative" auch eine Art "neue Jugendbewegung" beobachten.

Diese wendet sich gegen eine Sichtweise, die Jugendliche vor allem als gesellschaftliche Gefahr betrachtet. Ihre Argumente:

  • Die Jugend sei nicht das Problem, sie habe vielmehr Probleme.
  • Weniger die Jugendlichen, eher die Erwachsenen müssten sich ändern.
  • Kriminalitätsanstiege seien zu erwarten, soweit die Chancen der Jugendlichen an ‚gesellschaftlicher Teilhabe' sänken
  • Die Jugend sei teilweise der Sündenbock einer Ellenbogengesellschaft, die vor allem die Gewalterscheinungen gern auf andere abwälze.

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