Soziale Kontrolle: "Prävention
statt Repression"
Mit der schon erwähnten "Vorbeugung auf kommunaler Ebene"
sind die Möglichkeiten gegen Jugendkrinminalität bereits wesentlich
erweitert worden. Man will Jugendkriminalität bereits vor ihrer Entstehung
unterbinden.
Mit dem Slogan "Prävention vor Repression" werden
verschiedenartige Maßnahmen:
- von verstärkten Videoüberwachungen
- bis hin zum Mitternachts-Basketball in städtischen Ballungsräumen,
- von Formen behördlicher Zusammenarbeit
- bis hin zur Mobilisierung ordnungsliebender und schutzbereiter Bürger,
entworfen und verwirklicht.
All diese Aktivitäten dienen einer Art vernetzten "sozialen
Kontrolle", die schon das " Vorfeld"
der Jugendkriminalität erfassen soll.
Mit dem neuen Ansatz treten aber auch neue Experten auf den
Plan. Neben einer deutlichen Akzentsetzung zu Gunsten der Polizei sind Mitarbeiter
des
privaten Sicherheitsgewerbes gefragt sowie Unternehmer angesprochen, die sich
für ihre Tätigkeit ein einladendes Umfeld wünschen. Mögliche Gefahren könnten also nicht nur vom Staat herrühren,
sondern künftig vielleicht noch mehr von mächtigen Wirtschaftsunternehmen,
die die Lebensgewohnheiten der Menschen bis in kleinste Details speichern und
nutzen.
|