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Jugendkriminalität › SpezialthemenJugendbandenSchneider

Ursachen der Bandendelinquenz

Man hat Bandendelinquenz mit psychopathologischen, anthropologischen, sozioökonomischen und soziologischen Gesichtspunkten zu erklären versucht.

Martin Sánchez Jankowski, der 37 Jugendbanden mit der Methode der teilnehmenden Beobachtung mehr als zehn Jahre lang untersucht hat, fand bei den Bandenmitgliedern einen herausfordernden individualistischen Charakter.

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Am besten kann die Bandendelinquenz mit einer Kombination aus der Theorie der sozialen Desorganisation und den sozialen Lern-, Kontroll- und Gruppeninteraktionstheorien erklärt werden. Jugendbanden befinden sich in einem ständigen Prozess zu- und abnehmender, fortschreitender, nachlassender und zerfallender Organisation und Strukturierung:

Reaktion der Massenmedien
verschlimmert das Problem

Jugendbanden bilden sich immer dann, wenn Sozialstrukturen, wenn Gemeinschaften, wenn soziale Gruppen wie Familie, Schule, Nachbarschaft, Ausbildungs-, Berufs- und Freizeitgruppen, zerfallen.

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Die Reaktion der Massenmedien auf Bandendelinquenz, nämlich ihre Dramatisierung, befriedigt das Geltungsstreben der Bandenmitglieder und verschlimmert so das Problem.

Je mehr sich die Öffentlichkeit über das Bandenunwesen entrüstet und je härter das Kriminaljustizsystem auf Jugendbanden reagiert, desto enger schließen sich die Jugendbanden zusammen.

Je größer der Druck und die Bedrohung von außen werden, desto unkritischer bestätigt die Jugendbande ihre Führerschaft.

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