| Bandendelinquenz in den Massenmedien
Jugenddelinquenz
erregt in der Regel keine große Aufmerksamkeit in den Massenmedien.
Eine Ausnahme bildet allerdings die Gewaltdelinquenz jugendlicher
Banden.
Durch die unterschiedliche Häufigkeit der Berichterstattung
über delinquente Gewalttaten jugendlicher Banden erzeugen
die Massenmedien den unzutreffenden Eindruck, die Bandendelinquenz
nehme zu oder ab oder sie sei in verschiedenen Großstädten
umfangmäßig ganz unterschiedlich verteilt.
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Die Medienberichterstattung über Bandendelinquenz fasziniert
andere Jugendgruppen und hat ansteckende Wirkung; sie formt
und verstärkt die dramatischen Stereotype über Bandenstrukturen
und -aktivitäten in der öffentlichen Meinung.
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Durch spektakuläre Rechtsbrüche, zu denen sie sich durch
die Medienberichte angespornt sehen, erhoffen sie sich noch
mehr Publizität. Durch die öffentliche Brandmarkung sehen
die Bandenmitglieder sich gleichzeitig als Gewalttäter bestätigt,
und sie ändern ihre persönliche Identität in immer stärkerem
Maße zu einem delinquenten Selbstbild hin.
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