| Bevor auf die aktuelle Problematik der Jugendgewalt,
deren theoretische Analyse und daran sich anschließende handlungsorientierte
Vorschläge eingegangen wird, soll kurz die Entwicklung
des Gewaltbegriffs, des Jugendbegriffs und schließlich
der Zusammenhang von Kriminalität und Medienberichterstattung
und dessen gesellschaftliche Relevanz dargestellt werden.
"Die Terminologie der ´Gewalt´ ist relativ jungen Datums.
Der Begriff ´Gewalt´ als Hinweis auf allerlei gesellschaftliche
Unordnung hat sich in den Medien, dem Markt für das öffentliche
Reden, erst in den 70er Jahren etabliert...
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Der Verbund zwischen Veröffentlichungen der Polizei mit der
Kriminalitätsberichterstattung der Massenmedien begann bereits
in den 60er Jahren. (Steinert, 1998, 100).
"Die" Gewaltkriminalität gibt es
nicht
Die Dramatisierung solcher Verlautbarungen spitzte sich in
den letzten Jahrzehnten immer mehr zu und fand und findet
seine jeweilige Aktualisierung in politischen Wahlkämpfen.
Grundsätzlich ist zunächst festzustellen, dass es "die"
Gewaltkriminalität nicht gibt.
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Helga Cremer-Schäfer hat in ihren Untersuchungen herausgearbeitet,
dass es sich bei dem Gewaltbegriff um ein Verdichtungssymbol
handelt.
Danach dienen solche Verdichtungssymbole der Bestimmung von
Außenseitergruppen und von gesellschaftlichen Grenzgängern.
Seine Karriere begann der Begriff in den 70er Jahren in der
Auseinandersetzung mit dem linken Terrorismus.
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