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Jugendkriminalität › SpezialthemenJugendgewalt und MedienLosseff-Tillmanns

Die Gleichsetzung von Jugend und Gewalt und damit von Jugendkriminalität und Jugendgewalt ist eine gesellschaftliche Konstruktion, die allen sozioökonomischen und politischen Veränderungen standgehalten hat.

Die Frage, die sich daraus ergibt, ist die nach den Ursachen für diese Konsistenz. Oder anders herum: warum reden wir noch von Jugendkriminalität, obwohl es "die" Jugend gar nicht mehr gibt, nie gegeben hat? (vgl. ausführlicher zur Zukunft des Jugendkonzeptes bei M. Walter: 2001, 65)

Im Ersten Periodischen Sicherheitsbericht der Bundesministerien für Inneres und Justiz von 2001 heißt es:

"In der öffentlichen Meinung wird Gewaltkriminalität vor allem mit jungen Menschen [...] in Verbindung gebracht. Unter Berücksichtigung auch der familiären Gewalt sind junge Menschen sogar weitaus häufiger Gewaltopfer als Gewalttäter. Nicht so sehr als Täter, sondern vor allem als Opfer verdienen deshalb junge Menschen die Aufmerksamkeit und den Schutz der Gesellschaft." (Ersten Periodischen Sicherheitsbericht, Zusammenfassung, 2001, 7)

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