Projektbeschreibung
Nutzer-Profil
Veranstaltungen
Was ist das?
Klassische Experimente
Jugendkriminalität
Ausländerkriminalität
Fremdenfeindliche Straftaten
Gewaltkriminalität
Wirtschaftskriminalität
Innere Sicherheit
Prävention
Impressum
Jugendkriminalität › SpezialthemenRechtsextremismusBjørgo

Gewalttätige Jugendgruppen, Rechtsextremismus, Rassismus, Aussteigermodelle – das sind einige Stichworte, die Hinweise geben auf den Inhalt des Beitrags.

Untersucht wird die Bedeutung und der Einfluss der Gruppe auf jugendliches Verhalten. Es wird dargestellt, weshalb sich junge Menschen extremistischen Gruppierungen anschließen und sie wieder verlassen (wollen).

Hingewiesen wird auf die der Gruppe eigenen Haltekräfte und die dennoch vorhandenen Optionen zum Ausstieg.

Im Einzelnen schildert der Artikel das Entstehen und die Arbeit von Exit-Projekten in Norwegen, Schweden und Finnland. Es wird deutlich gemacht, dass der Kampf gegen Neonationalsozialismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit eine Chance hat, wenn es gelingt, Jugendliche davon abzuhalten, sich Gewalt ausübenden Gruppen anzuschließen, und wenn Aussteigewilligen beim Verlassen der Gruppe geholfen wird.

1. Vorbemerkung

In ganz Europa verüben Neonazi-Gruppen, Skinheads und fremdenfeindliche Jugendbanden rassistische Gewalttaten.

Sie drangsalieren ethnische Minderheiten und andere Menschen, die sie als ihre Feinde betrachten. Die Öffentlichkeit reagiert oft mit Schock und Empörung und sie hat Recht.

Es gibt keine Zauberformel

Starke und öffentliche Reaktionen auf Rassismus können sicherlich einen großen Wert an sich haben. Demonstrationen und Informationskampagnen können gut sein für die öffentliche Moral, indem sie positive Einstellungen gegenüber Minderheiten und gegen Rassismus bekräftigen.

Solche Reaktionen haben jedoch wenig Einfluss auf die Jugendlichen, die rassistischen Gruppierungen angehören. Sie scheinen solche Manifestationen von Antirassismus dahin zu verstehen, dass sie sich in ihrer Weltanschauung, Identität und Gruppenzusammengehörigkeit nur noch bestärkt fühlen.

Wenn wir Einfluss auf solche Gruppen nehmen wollen, sollten wir versuchen, Interventionen auf das Wissen um die hier ablaufenden Gruppenprozesse zu stützen.

Leider gibt es keine Zauberformel, mit der das Problem rassistischer Gewalt und rassistischer Gruppen gelöst werden könnte. Strategien und praktische Maßnahmen scheinen effektiver zu sein, wenn sie übergreifend und koordiniert umgesetzt werden und sich nicht mit Einzelaktionen, die auch noch in entgegengesetzte Richtungen laufen, begnügen.

mehr ››

Die folgenden Ausführungen werden sich hauptsächlich mit dem letztgenannten Punkt befassen, was natürlich nicht heißen soll, dass die anderen Interventionsarten keine Bedeutung hätten.

 
nach oben   nach oben
 

 Druckversion