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8.2 Die Entstehung des Exit-Projektes
In den Jahren 1995 und 1996 führte die Polizei in der rassistischen Jugendszene in Oslo und Kristiansand massenweise Festnahmen und andere Eingriffe durch.
Es stellte sich heraus, dass die Betroffenen jung waren, manchmal 13 Jahre alt und noch jünger. Viele Eltern waren geschockt von der Erkenntnis, womit ihre Kinder zu tun hatten, und wollten sie unbedingt aus der rassistischen Szene herausholen.
Im engen Zusammenwirken mit der Präventiv-Polizei-Abteilung in einem Stadtteil Oslos (Manglerud) bildeten einige Eltern im Jahre 1995 Netzwerkgruppen, um einander zu helfen und ihre Bemühungen zu bündeln.
Diese Elterngruppen erwiesen sich als nutzbringend. In wenigen Monaten hatten sich fast alle Kinder dieser Eltern aus der rassistischen Szene zurückgezogen.
Ich habe damals als Wissenschaftler untersucht, wie junge Menschen zu rassistischen Gruppen kommen und wie sie sie verlassen. Eltern mit Kindern in rassistischen Gruppen suchten Kontakt mit mir und baten um Rat, was zu tun sei.
Enges Zusammenwirken
mit der Präventiv-Polizei-Abteilung
Mit zwei Beamten der Präventiv-Polizei von Manglerud (beide Mitglieder des Beratungsdienstes) begannen wir, ein mehr grundsätzliches Modell für elterliche Netzwerkgruppen und andere Methoden zu entwickeln, wie man junge Menschen aus rassistischen Gruppen herauslöst.
Das neue „Project Exit – Leaving Violent Youth Groups“ hatte drei Hauptziele:
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Das norwegische Exit-Projekt hat sich dafür entschieden, mittelbar über die örtlichen Behörden wirksam zu werden, indem es diese mit Know-how und Methodenkenntnissen versorgt, und keine eigene sich um die Jugendlichen kümmernde Exit-Stelle aufzubauen.
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