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11. Die Ausbreitung des Exit-Modells
11.1 Exit in Schweden
Mit dem Bemühen, älteren und etablierten Neonazi-Aktivisten Hilfe zum Ausstieg zu leisten, war das norwegische Exit-Projekt weniger erfolgreich. Hier hat der schwedische Ableger beeindruckende Resultate erzielt.
Kurz nach dem Start des norwegischen Exit-Programms im Herbst 1997 kam es in Kontakt mit dem früheren schwedischen Neonazi Kent Lindahl. Er hatte mit der Naziszene, der nahezu 3000 Aktivisten angehören, gebrochen und in jüngster Vergangenheit zusammen mit einem jüdischen Holocaust-Überlebenden Vorträge an schwedischen Schulen gehalten und die Schüler davor gewarnt, sich mit der Naziszene einzulassen.
Es handelte sich bei ihm um eine höchst glaubwürdige Persönlichkeit mit einer starken persönlichen Geschichte. Das norwegische Exit-Programm war für ihn eine Herausforderung, Exit auch in Schweden zu starten. Er tat dies mit großem Erfolg.
Mitte 1998 wurde mit Exit in Schweden begonnen.
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Exit in Schweden hat ein Fünf-Stufen-Programm entwickelt, das den Prozess wiedergibt, den Menschen typischerweise durchlaufen, wenn sie die Bewegung verlassen und sich in die Gesellschaft reintegrieren, und was Exit tun kann, um ihnen in diesem Prozess zu helfen.
Fünf-Stufen-Programm in Schweden
1. Motivationsphase: Der junge Mensch gehört noch zur White Power-Szene, hat aber begonnen, sich darüber Gedanken zu machen und seine Zugehörigkeit in Frage zu stellen.
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2. Rückzug aus der Gruppe: Der junge Mensch hat sich entschlossen, die White Power-Szene zu verlassen.
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3. Neuorientierung: Der Bruch ist vollzogen.
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4. Besinnungsphase: In diesem Stadium beginnt der einzelne zu realisieren, worauf er sich während seiner Zeit in der Nazibewegung eingelassen hatte.
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5. Stabilisierungsphase: In diesem Stadium führen die jungen Leute ein „normales“ Leben mit Arbeit oder Studium, und manchmal mit eigener Familie.
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