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11.3 Exit in Finnland

Eine Forschergruppe (unter der Leitung von Dr. Vesa Puuronen) von der Universität Joensuu startete, inspiriert von dem norwegischen Exit-Projekt, 1998 ein lokales Exit Projekt in Joensuu.

Die Stadt war in Finnland wegen vieler rassistischer Übergriffe und anderer fremdenfeindlicher und krimineller Aktivitäten, die von einer relativ großen Gruppe neonazistischer Skinheads begangen worden waren, in Verruf geraten.

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Das Exit-Projekt in Joensuu basierte auf der Zusammenarbeit von Exit-Projekt Mitarbeitern, Mitarbeitern in der Jugendarbeit, Sozialarbeitern, Lehrern, Polizeibeamten und Forschern.

Die interdisziplinäre Zusammensetzung der Projektgruppe war einerseits ihre Stärke, schuf andererseits aber auch einige Schwierigkeiten wegen der unterschiedlichen beruflichen Bildung, unterschiedlicher Ansätze und Interpretationen der anstehenden Probleme, schließlich auch wegen unterschiedlicher Ideen, wie diese Probleme zu lösen seien.

Enge Verbindung
zwischen Jugendarbeit und Forschung

Nach und nach gelang es den Beteiligten aber doch, sich zu verständigen und die Bemühungen besser zu koordinieren. In den ersten zwei bis drei Jahren konzentrierte sich das Exit-Projekt in Joensuu auf

zur Reduzierung der Zahl der Neueinsteiger.

Ein Charakteristikum des Projektes ist die enge Verbindung zwischen Jugendarbeit und Forschung.

Wie oben erwähnt, wurde das lokale Projekt von Forschern initiiert, und mit einem Aktionsforschungsprojekt sind sie auch direkt in die Aktivitäten von Exit einbezogen.

In den ersten zwei bis drei Jahren vermochte das Exit-Projekt in Joensuu die älteren und etablierten Skinheads nicht zu erreichen, um mit ihnen einen Prozess der Rehabilitierung zu starten.

Die dahin gehenden Bemühungen sollen deshalb in einem weiteren Schritt intensiviert werden.

 
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