4.3 Beziehungen zwischen Organisierter Kriminalität
und Wirtschaftskriminalität
Die Beziehungen zwischen organisierter Kriminalität und Wirtschaftskriminalität
lassen sich in wesentlichen Teilen über die Entstehungszusammenhänge
von Schattenwirtschaften und organisierter Kriminalität erklären.
Denn die Erklärung von organisierter Kriminalität verweist zunächst
kulturelle, soziale, politische, rechtliche und wirtschaftliche Strukturen
einer Gesellschaft.
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Nicht zu übersehen ist, daß teilweise eine symbiotische Beziehung
zwischen Unter- und Oberwelt, Subkultur und sozialen Kontrollinstanzen
entstanden ist, die schon deshalb funktional sein muß, weil die Unterwelten
und Schattenwirtschaften mit den hier angebotenen Dienstleistungen
und Gütern primär auf Nachfrage aus der konventionellen Gesellschaft
reagieren [1].
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Erst mit dem Entstehen neuer Schwarzmärkte und neuer Gelegenheiten
tauchen offensichtlich weitere Phänomene auf, die auf Kriminalität hinweisen,
die in Unternehmensform begangen wird. Hierdurch werden rationale, betriebswirtschaftliche
und ökonomische Elemente in der Verbrechensbegehung hervorgehoben, zum
anderen werden nunmehr Bezüge zur Unternehmenskriminalität (oder Unternehmerkriminalität)
bzw. Wirtschaftskriminalität hergestellt. Freilich ist dieser Wandel
nicht erstaunlich
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[1] Cusson,
M.: La Notion de Crime Organisée. In: Institut de Sciences Pénales et
de Criminologie: a.a.O., 1997, S. 29-43, S. 34ff.
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