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2. Einleitung Die Börse ist ein Instrument zur Anlage von Kapital in jene Unternehmen, die den Anlegern je nach Einstellung solide, zukunftsträchtig, proftitträchtig oder ethisch vertretbar erscheinen. Während das in Kontinentaleuropa vorwiegende Hausbankensystem auf den persönlichen Beziehungen der Kunden zu den Banken beruht, hat die Börse nur die anonymen rating-Agenturen und das System der Analysten, die über die Qualität der Unternehmen informieren, die an der Börse gehandelt werden. Beide Systeme sind völlig verschieden konstruiert, weil sie unterschiedliche Funktionen zu erfüllen hatten – die Börsen in Amsterdam, London und New York dienten den Bedürfnissen von Seeunternehmungen (Ostindische Kompanie), die kurzfristige und wechselnde Kapitalausstattung und Versicherung verlangte. Analysten und Berater erfanden selbst Firmen Investitionsberatung und Vermittlung von Kapitalgeschäften soll nur noch von unabhängigen Intermediären betrieben werden dürfen, die keine eigenen Interessen vertreten. Dieses Trennbankensystem hat bis in die achtziger Jahre hinein gehalten, und wurde dann nach und nach aufgelockert. Ein Rest davon war die sogenannte „chinesische Mauer“ (auch „firewall“) zwischen den Abteilungen der Berater und Analysten und den Abteilungen, die Aktien kauften und verkauften. Diese aber wurde in der Neuen Ökonomie gezielt durchbrochen (Insiderhandel). Ja, Analysten und Berater erfanden selbst Firmen, und sorgten für deren Börsengang und Kurssteigerung, um von den Steigerungen beim Verkauf dieser völlig wertlosen Aktien zu profitieren. |
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