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Wirtschaftskriminalität › SpezialthemenBörsenkriminalitätBlomert

3. Die Funktion der Börse

Die Börse ist eine Institution zum Zwecke der Vermittlung von Kapitalnachfrage und Kapitalangebot.

Neben der New York Stock Exchange (NYSE) und der NASDAQ gibt es in den USA, dem Kernland der hier untersuchten Spekulation, eine Reihe weiterer Börsen (AMEX, etc), die jeweils ein eigenes Kundenspektrum haben.

Die in dieser Institution agierenden Gruppierungen sind aus dem folgenden Schema erkennbar:

Börse

Kontrollorgane:

SEC- Börsenaufsicht, Wirtschaftsprüfer
|

Kapitalnachfrage

Emittenten von Aktien, Anleihen, Obligationen
|

Intermediäre

Makler, Händler (Investmentbanken), Einzelkomissionäre
Ratingagenturen: Bonitätsprüfungen von Unternehmen
Finanzberater, Analysten: Anlageberatung
|

Kapitalangebot

Investoren: Sparer, Anleger

Die Kapitalnachfrage besteht aus Firmen, die zur Deckung ihres Kapitalbedarfs Anleihen auflegen oder Aktien ausgeben.

Der "neue Markt" betraf insbesondere Telekom- und Internetfirmen, die hier unter dem geläufigen Begriff "Informationstechnologie" (IT) zusammengefaßt werden.

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Die Betrachtung der Intermediäre und der Kontrollinstanzen führt zum Kern der kriminellen Spekulation.

Ihre durch die Deregulierungen möglich gewordene Funktionswandlungen erwies sich als entscheidend, während die durchaus umstrittene Rolle der US-Notenbank hier außer Betracht bleibt (vgl. Stiglitz: 2003:87).

 
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